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Vom Altkabel zur Ressource: Professionelles Kupfer-Recycling

2. Sept.
2 Min. Lesezeit

Veröffentlicht am 02.09.2026 von Fabian Simons, Projektmanager bei der abfallboerse schweiz.ch AG


Möchten Sie gerne wissen, was mit Ihren ausgedienten Stromkabeln, Verlängerungskabeln, Ladekabeln, Elektrokabeln usw. passiert? Dann haben Sie genau den richtigen Blog erwischt! In diesem Beitrag geben wir Ihnen einen kurzen Überblick über das Recycling von Kupferkabeln.


Wenn Sie am Arbeitsplatz oder zu Hause feststellen, dass gebrauchte oder defekte Kabel ohne Verwendung herumliegen, dann sollten Sie sich stets das Folgende vor Augen führen: Die fachgerechte Entsorgung von Kabeln schafft Platz und ist förderlich für den Schutz der Umwelt. Ein nicht mehr benötigtes Kabel ist noch lange kein Abfall, denn es enthält viele Rohstoffe, die für neue Kabel wiederverwertet werden können. Mithilfe von fachgerechtem «Kabelrecycling» schenkt man diesen Wertstoffen neues Leben.


Ausrangierte Kabel haben im Bereich des Recyclings aufgrund der einzelnen Bestandteile einen hohen Stellenwert. Insbesondere die Stromkabel bestehen aus einem leitenden Metall wie Kupfer oder Aluminium sowie einer Isolation aus Kunststoff. Die meisten Kabel enthalten einen so genannten «Kupferkern», der problemlos recycelt werden kann. Bei korrekter Entsorgung können aus alten oder defekten Stromkabeln Wertstoffe (Kupfergranulat) gewonnen und in den Recyclingkreislauf zurückgeführt werden.


Aus Altkabeln wird Kupfergranulat (Bildquelle: MetaSwiss.ch, https://www.metaswiss.ch/kupferkabel-recycling.html)
Aus Altkabeln wird Kupfergranulat (Bildquelle: MetaSwiss.ch, https://www.metaswiss.ch/kupferkabel-recycling.html)

Das Recyclingverfahren ist in der Regel mehrstufig: Nach der Anlieferung der Kabel werden diese zunächst nach Kabeltypen vorsortiert. Anschliessend werden sie in eine Shredderanlage zwecks einer ersten Zerkleinerung befördert. In einer anderen speziellen Anlage für Kabelrecycling werden die Kabel weiter zerkleinert, um die Kunststoffisolation vom Kabelinneren zu trennen (vgl. hierzu auch Bundesamt für Umwelt BAFU). Ein weiterer Prozess besteht aus der Entfernung der Aluminium-, Blei- und Eisenanteile. Das Kupfermaterial wird abschliessend durch eine «Granulierungsmaschine» zerkleinert und in verschiedenen Grössen aufbereitet.


Der klassische Absatzweg für das Kupfergranulat sind Kupfergiessereien, während die Kabelisolation thermisch verwertet wird. Das Granulat kann für die Produktion von Stromkabeln, Leitern in Elektronik oder Präzisionsteilen verwendet werden.


Kupfer hat grundsätzlich einen unendlichen Lebenszyklus und kann immer wieder recycelt werden, ohne seine Eigenschaften zu verlieren. Das Material muss für eine Wiederverwendung allerdings sortenrein (99.9 %) sein und darf keine Fremdstoffe enthalten, die ins Recyclingmaterial gelangen könnten. Bereits das kleinste Stück Fremdmaterial kann das gesamte Granulat verunreinigen.


Zerkleinerungsmaschine für Kupferkabel (Bildquelle: ELREC AG, https://elrec.net/kabelrecycling/)
Zerkleinerungsmaschine für Kupferkabel (Bildquelle: ELREC AG, https://elrec.net/kabelrecycling/)

Der Energieaufwand beträgt beim Recycling von Kupfer insgesamt nur ca. 20 % im Vergleich zur Gewinnung aus Erzen. Zudem benötigt das Recycling kein Wasser, so dass Natur und Boden geschont werden. Diese erheblichen Ressourceneinsparungen zeigen: Jedes recycelte Kabel leistet einen konkreten Beitrag zum Umweltschutz. Durch fachgerechte Trennung und Entsorgung kann jeder Einzelne – privat wie beruflich – aktiv zur Schliessung von Stoffkreisläufen beitragen, um Rohstoffe zu schonen.


Sie benötigen weitere Informationen zum Recycling von Kupferkabeln? Dann kontaktieren sie uns unverbindlich.



Quellen

 

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