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Neue Innovationen im Recycling: Welchen Einfluss hat KI auf die Entsorgung?

Veröffentlicht am 19.02.2026 von Fabian Simons, Projektmanager bei der abfallboerse schweiz.ch AG


In der Entsorgungsbranche gibt es verschiedene Innovationen. Die Kreislaufwirtschaft wird von einem Wandel belgeitet – und künstliche Intelligenz (KI) spielt hierbei eine Schlüsselrolle. Wie KI die Entsorgung verändert, erfahren Sie in diesem Blog.


Ein autonomes Sammelfahrzeug fährt lautlos durch die Grossstadt, Roboter bringen die Mülltonnen zum LKW. Das hört sich an, wie Science Fiction. In dieser Ausprägung ist es das vorläufig auch noch. Mit der voranschreitenden Digitalisierung gibt es aber immer mehr neue Technologien, die insbesondere auf die Kreislaufwirtschaft einzahlen. Robotik, Sensorik und KI könnten das Recycling der Zukunft revolutionieren.


KI verändert rasant, wie wir arbeiten, leben und mit unserer Umwelt interagieren. Auch die Recyclingindustrie setzt zunehmend auf KI, etwa um die Sortierprozesse zu optimieren, die Datenanalyse zu verbessern oder die Recyclingquoten zu erhöhen.


Eine vollständig kreislauforientierte Wirtschaft basiert auf hochwertig rückgewonnenen Materialien. Diese Anforderung wird allerdings mit den heutigen Verfahren noch nicht erreicht, so dass viele recycelte Stoffe immer noch in minderwertigere Produkte umgewandelt werden. Um dem vorzubeugen, muss der Prozess des Sortierens noch präziser erfolgen. Der Einsatz von KI erweist sich genau an dieser Stelle als bahnbrechend.


Mithilfe von KI lassen sich verschiedene Abfallarten erkennen und sortieren
Mithilfe von KI lassen sich verschiedene Abfallarten erkennen und sortieren

KI ist kein neues Phänomen und schon seit Jahrzehnten fester Bestandteil der Recyclingbranche. Sie beinhaltet sämtliche Techniken, die es Computern ermöglichen, menschliches Denken mithilfe von Logik, Wenn-Dann-Regeln und maschinellem Lernen nachzuahmen. Im Bereich des Recyclings soll KI künftig den Menschen durch automatisierte Klassifizierung bei der manuellen Sortierung unterstützen, etwa indem sie manuelle Sortieraufgaben reduziert und die Sortiereffizienz erhöht. Denn das Recycling der Abfälle erfordert auch heute noch «Handarbeit», die allerdings zu höheren Kosten für die Entsorgungsunternehmen führt.


Einige Entsorgungsfirmen setzen daher auf ihrem Werkhof neue Sortiermodule ein. Diese können das Sammelgut dank KI genauer erkennen. Sie helfen dabei, Getränkeflaschen mit höherer Genauigkeit von Fremdstoffen zu trennen und nach Farben zu sortieren. Die neuen Anlagen können bis zu 49 Flaschen pro Sekunde mit einer Genauigkeit von fast 100 % sortieren. Je genauer die Sortierung, desto hochwertiger ist das Recycling-PET, das aus dem Sammelgut hergestellt wird.


Die menschliche Unterstützung spielt aber nach wie vor eine wichtige Rolle: Um ein hochwertiges Rezyklat zu erhalten, ist eine hohe Reinheit des gesammelten Materials erforderlich. Manuelle Unterstützung durch den Menschen ist demnach, trotz automatisierter Sortieranlagen, bei der Vorsortierung fester Bestandteil. KI wird den Menschen allerdings zunehmend bei der manuellen Sortierung unterstützen können, etwa indem sie für die Einschulung von neuem Personal an der Sortieranlage eingesetzt wird.


Ein Roboter zur Sortierung von Flaschen fällt noch unter die Kategorie «Zukunftsmusik».
Ein Roboter zur Sortierung von Flaschen fällt noch unter die Kategorie «Zukunftsmusik».

Kreislaufwirtschaft und KI erscheinen auf den ersten Blick wie ein seltsames Gespann. Vorausschauende Unternehmen nutzen allerdings seit Jahrzehnten technologische Innovationen, um Kreislauflösungen zu entwickeln. Heute gibt es zahlreiche Möglichkeiten, wie Unternehmen ihr Abfallmanagement digitalisieren können, sodass einzelne Müllfraktionen wie Plastik oder Glas automatisch erkannt werden können. Aber auch die Abwicklung von Recyclingprozessen über Excel-Listen oder per Mensch-zu-Mensch-Kommunikation ist nach wie vor gefragt und wirksam. Sollten Sie zu diesen Themen Fragen haben, können Sie uns gerne unverbindlich kontaktieren.


Quellen


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